Philosophieunterricht am Gymnasium Altenholz

„Die Neugierde der Kinder ist der Wissensdurst nach Erkenntnis, darum sollte man diese in ihnen fördern und ermutigen."
(John Locke)

Das Philosophieren erwächst aus dem kindlichen Umgang mit Fragen und Problemen: Im Nachdenken überprüfen wir unsere Gedanken und können mit unseren Vorstellungen spielen. Wenn ein Kind fragt: „Was wäre, wenn ...?" oder „Könnte dies nicht auch anders ein?", dann erlebt es unsere Welt im Licht vielfältiger Möglichkeiten und nimmt sie dadurch deutlicher wahr. In diesem Sinne wird die natürliche Neugierde des Kindes als Anlass für das gemeinsame Philosophieren genutzt. Dabei werden philosophische Gedanken aus Vergangenheit und Gegenwart ins Spiel und ins Gespräch gebracht. Die Kinder und Jugendlichen erfahren so etwas von der Geschichte der Philosophie und den Geschichten der Philosophen.

Insgesamt leitet der Philosophieunterricht zu einem nachdenklichen Umgang mit Erfahrungen, Vorstellungen, Fragen und Problemen an. Im Mittelpunkt steht der Mensch, der danach fragt, wie weit seine Erkenntnis reicht, an welchen Werten er sein Handeln und sein Leben mit anderen ausrichten soll, wie er sein Leben insgesamt glaubwürdig deuten soll.
Ausgangspunkt für das Philosophieren im Unterricht sind in der Regel Fragen und Probleme unseres gegenwärtigen Lebens. Alle, die ihr eigenes Leben und das Leben um sich herum halbwegs aufmerksam wahrnehmen, stellen sich im Alltag häufig „philosophische" Fragen wie z.B.:

  • Was unterscheidet uns (wenn überhaupt) von den Tieren?
  • Welchen Einfluss haben andere Menschen auf unser Verhalten oder unseren Charakter?
  • Wie kann ich mein Handeln rechtfertigen?
  • Ist es unter bestimmten Bedingungen erlaubt zu lügen oder nicht?
  • Darf die Wissenschaft alles tun, was sie kann, z.B. bei der Sterbehilfe oder in der Genforschung?
  • Nehmen wir die Welt alle gleich wahr und so, wie sie wirklich ist?
  • Sind die Grenzen unserer Sprache die Grenzen unserer Welt?
  • Was ist der Sinn des Lebens?
  • Was passiert nach dem Tod?
  • Womit hat alles angefangen?

Ziel des Philosophierens ist es, sich Klarheit über Zusammenhänge zu verschaffen, Begründungen zu prüfen und zu einem rational begründbaren Standpunkt zu gelangen. Wer philosophiert, möchte durch eigenes Nachdenken zu einer Überzeugung gelangen, will sich aber auch mit den Gedanken und Ansichten anderer Menschen auseinandersetzen, sei es unmittelbar im Gespräch oder über die kritische Lektüre philosophischer Texte. Dazu werden Positionen aus Geschichte und Gegenwart herangezogen, die dazu dienen, neue Gesichtspunkte in die Diskussion zu bringen oder selbst erreichte Ergebnisse durch philosophische Konzepte zu untermauern.
Damit leistet der Philosophieunterricht einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung.

Schulinternes Fachcurriculum Philosophie

 
Hier finden Sie den aktuellen Stand unseres schulinternen Fachcurriculums:

- zur Zeit in Bearbeitung -

Die Aufgabe eines schulinternen Fachcurriculums ist es, die Kerninhalte und Kompetenzen, die in den Fachanforderungen / Lehrplänen des Landes Schleswig-Holstein verbindlich vorgegeben sind, über die einzelnen Jahrgangsstufen hinweg aufzubauen. Das schulinterne Fachcurriculum bildet die Planungsgrundlage für den Fachunterricht und enthält konkrete Beschlüsse der Fachschaft über
  • anzustrebende Kompetenzen für die einzelnen Jahrgangsstufen
  • Schwerpunktsetzungen, die Verteilung und Gewichtung von Unterrichtsinhalten und Themen
  • fachspezifische Methoden (mit Bezug zum Methodencurriculum)
  • angemessene mediale Gestaltung des Unterrichts (mit Bezug zum Mediencurriculum)
  • Diagnostik, Differenzierung und Förderung,
  • Leistungsmessung und Leistungsbewertung (in Ergänzung zu den allgemeinen Vorgaben der Schule)
  • Einbeziehung außerunterrichtlicher Lernangebote und Ganztagsangebote.

Das Fachcurriculum berücksichtigt die Prinzipien des fächerverbindenden und fächerübergreifenden wie auch des themenzentrierten Arbeitens. Weitere Ausführungen zur Gestaltung des schulinternen Fachcurriculums finden sich im Kapitel 4 der Fachanforderungen.

Es wird regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt.